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Klammergeräte für OSB-Platten, Spanplatten und Holzschalungen
OSB-Platten und Holzwerkstoffplatten fachgerecht befestigen
OSB-Platten, Spanplatten und andere Holzwerkstoffplatten werden im Holzbau, Holzrahmenbau und Innenausbau für unterschiedliche Konstruktionen eingesetzt. Je nach Anwendung können Klammern, Nägel, Schrauben oder andere geeignete Befestigungsmittel verwendet werden.
Welche Befestigung erforderlich ist, lässt sich nicht allein anhand der Plattenart bestimmen. Entscheidend sind der jeweilige Bauteilaufbau, die Funktion der Platte, die Unterkonstruktion und die technischen Anforderungen an die Verbindung.
Bei konstruktiv relevanten Befestigungen sind die jeweiligen technischen beziehungsweise planerischen Vorgaben maßgeblich.
Welche Befestigung eignet sich für OSB-Platten?
Für OSB-Platten gibt es keine Befestigungsart, die unabhängig von der Konstruktion grundsätzlich die richtige ist.
Je nach Anwendung können unterschiedliche Befestigungsmittel vorgesehen sein. Bei der Auswahl sind unter anderem zu berücksichtigen:
- Plattenart und Plattendicke
- Funktion der Beplankung
- Untergrund und Unterkonstruktion
- erforderliche Verankerung
- Rand- und Befestigungsabstände
- Korrosionsanforderungen
- technische Anforderungen der Konstruktion
- Vorgaben des Platten- beziehungsweise Systemherstellers
Erst wenn diese Anforderungen feststehen, sollte das konkrete Befestigungsmittel ausgewählt werden.
OSB-Platten mit Klammern befestigen
Bei dafür geeigneten Konstruktionen können OSB-Platten mit magazinierten Befestigungsklammern verarbeitet werden.
Die maschinelle Verarbeitung ermöglicht insbesondere bei größeren Flächen eine schnelle Folge von Befestigungen.
Entscheidend ist jedoch, dass Klammertyp, Abmessungen und Materialausführung für die jeweilige Konstruktion geeignet sind.
Einen Überblick über unterschiedliche Klammersysteme finden Sie in unserer Kategorie Befestigungsklammern.
Welche Klammer wird für OSB-Platten benötigt?
Die benötigte Klammer sollte nicht allein anhand ihrer Länge ausgewählt werden.
Zu berücksichtigen sind unter anderem:
- Klammertyp
- Rückenbreite
- Drahtabmessungen
- Klammerlänge
- Materialausführung
- erforderlicher Korrosionsschutz
- Kompatibilität mit dem Klammergerät
- technische Vorgaben der Konstruktion
Eine pauschale Empfehlung einer bestimmten Klammer für sämtliche OSB- oder Spanplattenkonstruktionen ist deshalb nicht sinnvoll.
Klammerlänge und Verankerung richtig bestimmen
Die erforderliche Länge des Befestigungsmittels hängt vom gesamten Bauteilaufbau und der notwendigen Verankerung in der Unterkonstruktion ab.
Die Plattendicke allein reicht zur Bestimmung der Klammerlänge nicht aus.
Bei konstruktiv relevanten Verbindungen müssen insbesondere die technischen Vorgaben für die jeweilige Konstruktion berücksichtigt werden. Eine allgemeingültige Eindringtiefe lässt sich deshalb nicht für sämtliche Anwendungen festlegen.
Befestigungsabstände nicht pauschal festlegen
Auch die erforderlichen Rand- und Befestigungsabstände hängen von der jeweiligen Konstruktion ab.
Eine allgemeine Regel, nach der am Plattenrand grundsätzlich ein bestimmter Abstand und in der Fläche ein anderer Abstand verwendet werden kann, ist für unterschiedliche OSB- und Holzwerkstoffkonstruktionen nicht ausreichend.
Maßgeblich sind die technischen Vorgaben für die verwendete Platte und den jeweiligen Bauteilaufbau.
Das passende Klammergerät auswählen
Das Klammergerät sollte erst ausgewählt werden, wenn feststeht, welches Klammersystem und welche Abmessungen verarbeitet werden müssen.
Nicht jedes Gerät verarbeitet jede Klammerfamilie oder jeden Längenbereich.
Bei der Auswahl sollten deshalb insbesondere geprüft werden:
- vorgesehener Klammertyp
- technische Klammerabmessungen
- erforderlicher Längenbereich
- Arbeitsdruck und Luftbedarf
- Einstellmöglichkeiten des Gerätes
Eine Übersicht geeigneter Geräte finden Sie in unserer Kategorie Druckluft-Klammergeräte.
Klammergerät richtig einstellen
Bei der maschinellen Befestigung muss die Geräteeinstellung auf Befestigungsmittel und Werkstoff abgestimmt werden.
Eine zu tief eingetriebene Klammer kann die Oberfläche beziehungsweise Deckschicht der Platte beeinträchtigen. Eine nicht ausreichend eingetriebene Klammer kann dagegen die vorgesehene Befestigung beeinträchtigen.
Der Arbeitsdruck sollte innerhalb des vom Gerätehersteller vorgesehenen Bereichs eingestellt werden. Bei entsprechend ausgestatteten Geräten kann zusätzlich die Eintreibtiefe angepasst werden.
Vor größeren Arbeiten empfiehlt sich eine Probebefestigung an einem geeigneten Musterstück.
Spanplatten richtig befestigen
Auch bei Spanplatten richtet sich die geeignete Befestigung nach der konkreten Konstruktion.
Plattendicke, Unterkonstruktion, Beanspruchung und Funktion des Bauteils können sich erheblich unterscheiden. Eine für eine bestimmte OSB-Konstruktion verwendete Klammer kann deshalb nicht automatisch auf eine Spanplattenkonstruktion übertragen werden.
Befestigungsmittel und Verarbeitungsgerät müssen jeweils auf die konkrete Anwendung abgestimmt werden.
Befestigung von Holzschalungen
Bei Holzschalungen können je nach Aufbau unterschiedliche Befestigungsmittel eingesetzt werden.
Werden geeignete Klammern verwendet, ermöglicht ein Klammergerät eine schnelle maschinelle Verarbeitung vieler Befestigungspunkte.
Welche Klammer beziehungsweise welches andere Befestigungsmittel erforderlich ist, richtet sich auch hier nach der jeweiligen Konstruktion und ihren technischen Anforderungen.
Klammern, Nägel oder Schrauben?
Klammern sind nur eine Möglichkeit zur Befestigung von OSB-Platten und anderen Holzwerkstoffplatten.
Je nach Konstruktion können auch Nägel, Schrauben oder andere Befestigungssysteme vorgesehen sein. Aus der Art des Befestigungsmittels allein lässt sich nicht ableiten, ob eine Verbindung für eine bestimmte Konstruktion geeignet ist.
Entscheidend sind die jeweiligen technischen Anforderungen und die dafür vorgesehene Dimensionierung und Verarbeitung.
Typische Fehler bei der Befestigung
Probleme bei der Befestigung von Holzwerkstoffplatten können unterschiedliche Ursachen haben.
Typische Fehler sind:
- ungeeignetes Befestigungsmittel
- falsche Abmessungen
- unzureichende Verankerung
- ungeeigneter Korrosionsschutz
- nicht eingehaltene Rand- oder Befestigungsabstände
- nicht zum Befestigungsmittel passendes Gerät
- ungeeignete Eintreibtiefe
- falsch eingestellter Arbeitsdruck
- fehlende Beachtung technischer Vorgaben
Deshalb sollten Konstruktion, Befestigungsmittel und Verarbeitungsgerät bereits vor Arbeitsbeginn aufeinander abgestimmt werden.
Fazit: Konstruktion bestimmt Befestigungsmittel und Gerät
Bei OSB-Platten, Spanplatten und Holzschalungen gibt es keine pauschal richtige Befestigung für sämtliche Anwendungen.
Entscheidend sind Plattenwerkstoff, Funktion des Bauteils, Unterkonstruktion und die technischen Anforderungen der jeweiligen Konstruktion.
Erst wenn das erforderliche Befestigungsmittel feststeht, sollte das passende Klammergerät beziehungsweise Verarbeitungsgerät ausgewählt und auf die Anwendung eingestellt werden.